Gemeinschafts
Arztpraxis
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Universitäts-Master in Homöopathie
(Univ. Sevilla, E)
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Médico Cirujano (UN Còrdoba, RA)
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Profesor de Alemán (UN Còrdoba, RA)
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Facharzt für Allgemeinmedizin,
Homöopathie, Naturheilverfahren,
Chirotherapie, Sportmedizin,
Umweltmedizin, Suchtmedizin
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Johann Ferdinando Walker
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Arztpraxis Mitarbeiter Leistungsspektrum Patienten Forum
Johann F. Walker "Gegen jeden Schmerz ist ein Kraut gewachsen"

lnterview mit dem Herrenberger Facharzt für Naturheilverfahren Johann F. Walker, aus der Zeitschrift Schönes Schwaben Ausgabe 4/01.

Herr Walker, Sie sind seit elf Jahren in Ihrer Allgemeinpraxis als Facharzt für Naturheilverfahren, Homöopathie, Chirotherapie, Sportmedizin und Umweltmedizin tätig. Immer mehr Patienten suchen naturheilkundlich orientierte Ärzte auf, weil Sie Hilfe für ihre oft jahrelangen und häufig unbefriedigend verlaufenden Therapien suchen. Wie beurteilen Sie diesen Trend zur Naturheilkunde aus der Sicht Ihres Praxisalltags?

Die Zahl der niedergelassenen Ärzte nimmt immer mehr zu. Obwohl die Kammer die Praxenanzahl in einer Region kontrolliert, wachsen Existenzängste durch den Konkurrenzdruck. Die Naturheilverfahren bieten über den Horizont der Schulmedizin hinaus sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten, denn nur etwa 50 Prozent aller Leiden können heute mit der Schulmedizin abgedeckt werden. Die naturheilkundlichen Therapien bieten weitere Vorteile: Sie sind kostengünstig und nebenwirkungsfrei. Für mich persönlich bedeuteten sie eine Erweiterung meines Universitätswissens, das mich übrigens nie so ganz zufrieden stellte, und eine Steigerung meines Selbstwertgefühls. Außerdem setze ich mehr Ehrgeiz und Energie ein, um einen Patienten ganzheitlich zu therapieren, als wenn ich mich nur auf ein Organ konzentrieren müsste. Ein Urologe zum Beispiel kümmert sich nur um den Harnapparat; ich sehe die Problematik übergreifend. Auch in der Schmerztherapie behandle ich nicht nur ein wehes Knie, sondern versuche, den Patienten als Ganzes zu verstehen.

Sehen Sie die ganzheitliche Therapie mit Naturheilverfahren speziell in der Schmerzbehandlung als Ergänzung zur Schulmedizin oder als eigenständige Therapieform an?

Für mich stellt sie eine eigenständige Therapiemöglichkeit dar. Aber auch die Naturheilkunde hat ihre Grenzen. Die muss ich erkennen und akzeptieren. Bei Grenzfällen kombiniere ich mit chemischen Präparaten.

Können Sie uns dafür ein Beispiel nennen?

Ja, einen hochakuten Schmerzzustand. Dieser lässt erst nach Linderung durch ein chemisches Mittel einen Energiefluss durch Homöopathika oder Akupunktur zu.

Mit welchen Schmerzen kommen die Patienten in Ihre Praxis?

Hauptsächlich mit chronischen, also schon länger andauernden Schmerzzuständen im gesamten Bewegungsapparat und im Kopfbereich.

Welche Behandlungsmöglichkeiten bieten Sie an?

Akupunktur, Neuraltherapie, Tens-Therapie - das ist eine Form der Elektroakupunktur -, Homöopathie und Phytotherapie.

Wie nimmt Ihr Klientel Ihre Therapie an?

Ein kleiner Teil zögerlich, die meisten Patienten sind zufrieden.

Gibt es dazu Zahlen?

Ich führe aus Zeitgründen keine Statistiken. Der Großteil der Patienten kommt mit dem Gedanken: Mein Leiden kann nur besser werden. Nach oftmals mehreren Krankheitsrückfällen sind die Betroffenen bereit, alles Mögliche auf sich zu nehmen. Es soll helfen! Wenn ich sie dann noch überzeugen kann ...

Wovon?

Zum Beispiel, indem ich Ihnen nicht nur kurzzeitig helfen will, sondern ihnen möglichst langfristige Heilungschancen anbiete. Und ich provoziere mit den ganzheitlichen Verfahren keine neuen Krankheiten, die ich mit Sicherheit bei den Nebenwirkungen vieler chemischer Medikamente bekommen würde. Auf jeden Fall ist in meiner Praxis ein steter Zuwachs an Patienten zu verzeichnen. Meine Mitarbeiter bestätigen mir ebenso eine gute Rückkopplung.

Wie stehen die Kassen zu den Naturheilverfahren im Schmerzbereich?

Die Akzeptanz der Kassen nimmt zu, da die Nachfrage in der Bevölkerung stetig wächst. Bei naturheilkundlichen Behandlungen entstehen weniger Kosten, und das ist ja im Sinne der Krankenkassen. Fast alle übernehmen mittlerweile Schmerztherapien anteilmäßig bis ganz.

Herr Walker, Sie haben einen kleinen Einblick in Ihren Praxisalltag gewährt. Wie beurteilen Sie denn nun die Zukunftsaussichten der Naturheilverfahren und damit auch das Überleben Ihrer Praxis?

Eine Vorhersage ist schwierig. Ich hoffe, dass der Wunsch nach diesen Therapieformen weiter zunimmt und dass die Erfolge die Patienten überzeugen werden. Wir naturheilkundlich orientierten Ärzte müssen uns gegen Schulmediziner, die gelegentlich mit Naturheilmitteln arbeiten, und gegen Scharlatane in diesem Bereich zur Wehr setzen. Nur so könnten wir überleben und unseren Patienten sinnvoll beistehen.


Die Fragen stellte Dr. Katja Gross
Schönes Schwaben 4/01